6Std.-Rennen 07.02.2004

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Bispingen 07.02.2004
Einfach nur Perfekt, oder so wird´s gemacht
Nach knapp zwei Monaten war es am Samstag endlich wieder soweit, und es stand das erste von 5 geplanten 6-Stundenrennen im Bispinger RS-Kartcenter an. Wie befürchtet, war die Beteiligung allerdings mit 11 Teams etwas dürftig, womit dem enormen Preis von 400.-€ Rechnung getragen wurde.
Trotzdem waren eigentlich wieder die TOP-Teams, wenn auch nicht unbedingt unter den bekannten Namen, der letzten Events dieser Art anwesend. Outsiders, Airbus I, European, Ton+Grafik Studio (ehem. Freitagsgruppe), Kosmos (ehem. Car Com) und wir ja diesmal auch unter neuem Namen, welche sich alle natürlich einiges vorgenommen hatten. Man sollte natürlich nicht die uns im wesentlichen unbekannten Teams unterschätzen, die ja bekanntlich das Salz in der Suppe sind, und manchmal das Zünglein an der Waage spielen. Was allen Beteiligten wohl positiv aufgefallen sein dürfte, war die Tatsache dass es diesmal äusserst fair zuging, und die sonst üblichen "Rambo"-Aktionen ausblieben. Dafür hier noch mal ein Dankeschön an alle Beteiligten.
Nicht unerwähnt bleiben soll hier natürlich auch die, mittlerweile gewohnte Superleistung der Rennleitung und der Strecken-und Boxencrew, sowie des Werkstattpersonals. Alle Karts hielten ohne Defekte durch, was diese Leistung mehr als nur unterstreichen dürfte. Wie immer gab es auch bei dem Team im Restaurant nichts zu meckern, und das Essen war wieder lecker und abwechslungsreich, Dank an die Küche dafür.
Aber da wir ja in der Hauptsache zum Kart fahren nach Bispingen gekommen waren, nun zum wesentlichen und wichtigstem, aus unserer Sicht. Das Qualifying lief eigentlich so wie erwartet, denkbar knapp. Da aber bei einem 6-Stünder das Qualifying nicht alles ist, konnten wir es leicht verschmerzen, das European uns die Pole noch in der letzten Runde mit 44:00 sec., wenn auch nur mit 4/100tel, abnahm. 8/100tel hinter uns dann Kosmos, gefolgt von Ton+Grafik (44:46), Outsiders (44:54), Airbus I (44:67), Salzgitterflitzer (44:78), Freizeit Wittke Berlin (45:00), 2Spring 2Furios (45:52), Autohaus Viets (45:66) und Schattenparker mit 46.98 sec.
Wie gewohnt wurden nach dem Qualifying die Karts wieder wahllos umnummeriert, so das die Karten neu gemischt sein würden, zumindestens vom psychologischen Standpunkt aus gesehen. Wie sich aber bald zeigen sollte gab es eigentlich keine Überraschungen, in dem Sinne das es einem Team gelang sich frei zu fahren, oder Plätze gut zu machen, die dann zu irgendwelchen Vorteilen für den einen oder anderen gelangte. Karsten, der wie zumeist, auch diesmal unseren Startfahrerpart übernahm, konnte diesmal leider auch nicht wirklich soviel Druck auf das vor uns liegende Team European ausüben, sondern lediglich dran bleiben, auch wenn man sehen konnte, das er im Infield deutlich Vorteile hatte, aber auf den Geraden leider chancenlos war. Zudem kam noch das er seinerseits stets auf das Team Kosmos aufpassen musste, welches seinerseits ständig Druck ausüben konnte. Immerhin konnten wir unsere Position behaupten. Angesichts der Tatsache das die ersten Fünf im Pulk zusammen blieben, und wir deshalb eigentlich keinen Nutzen daraus ziehen konnten, entschlossen wir uns nach knapp 30 Minuten zu unserem ersten Wechsel, was sich später als genialer Schachzug erweisen sollte. Ralf übernahm also nun die Arbeit am Lenkrad, und da die Spitze einträchtig hinter dem nach wie vor führenden European´s hinterher fuhr, man könnte auch sagen hinterher schlich, konnten wir pro Runde 5/10tel auf das Leaderquartett aufholen. Dies änderte sich erst, als dem Führenden ein grober Fehler unterlief, und die drei Verfolger endlich vorbei waren. Team Kosmos, nun Führende, fuhren mal gleich mehr als eine halbe Sekunde schneller, und auch Ton+Grafik sowie Outsiders, waren schneller als zuvor. Das Team Outsiders fuhr, nachdem es am Team Ton+Grafik vorbei war sogar permanent die schnellsten Rundenzeiten, mal abgesehen von der einen Top-Zeit von 43:82 seitens Airbus I, die aber wohl mehr ein Zufallsprodukt war, da anschliessend nicht wiederholt, eher 3-4/10tel langsamer. Für uns bedeutete dies dennoch, das wir nicht allzu viel auf die Spitze verloren, um die 1,5/10tel pro Rund war im Rahmen der Erträglichkeit. Nach gut einer Stunde war der Nächste Wechsel unserseits fällig, und abermals sollte Karsten den Part übernehmen, durch die Wechsel der anderen Teams, waren wir bis dahin schon wieder auf Platz 3 vorgekommen. Da der Wechsel anschliessend noch perfekt ablief, konnten wir diese Position sogar behaupten. Was dann folgte, war wieder mal eine Vorführung der Superlative. Karsten zeigte einmal mehr was an diesem Tage möglich war, und fuhr fliessbandartig eine Top-Zeit nach der anderen, und schraubte die Tagesbestzeit auf fast unglaubliche 43:50. Interessant dabei war aber hauptsächlich dabei, das wir fast 7/10tel schneller als die Spitze waren, und noch vor deren Wechsel die Führung übernommen hatten. Das sah dann so aus, dass wir sowohl auf der Strecke die Führung inne hatten, wie auch bei den Wechseln schon weiter waren als unsere direkten Verfolger. Karsten fuhr natürlich Maximalfahrzeit, um diesen Vorteil voll aus zu nutzen. So wechselten wir anschliessend auf Reiner, und hofften natürlich das er dies weiterführen konnte. Um es vorweg zu nehmen, die Karts die er fahren musste waren nicht das gelbe vom Ei, aber das war diesmal auch nicht so wichtig, denn seine Stärken lagen an diesem Tag an anderer Stelle, und machten dennoch ca.50% der Teamleistung aus. Wie dem auch sei mit dem Kart war kein Blumentopf zu gewinnen, und so war klar das wir erneut wechseln würden. Nach 15 Minuten dann war Jens an der Reihe, und übernahm. Das gute dabei war das wir immer noch Führung lagen, und zu dem Zeitpunkt die eigentlichen Verfolger direkt vor uns hatten, oder bereits schon mehr als eine Runde Vorsprung hatten. Jens konnte zwar nicht die Zeiten von Karsten fahren, war aber bis zum erneuten Wechsel vom Team Kosmos der schnellste im Feld. Erst als Kosmos, wie gesagt gewechselt hatte, änderte sich dies. 1-2/10tel war aber angesichts des bis dahin erfahrenen Vorsprungs leicht zu verschmerzen. Kosmos konnte so nur ca.15 Sec. von ihrem Rückstand abbauen. Nachdem Jens´ Maximalfahrzeit erreicht war, musste Reiner erneut ins Lenkrad greifen, in der Hoffnung das es diesmal besser klappen würde, was aber wie zuvor schon erwähnt, auch diesmal nicht klappen sollte. Dennoch musste er sich diesmal etwas länger quälen, damit er mindestens seine Mindestfahrzeit absolviert hatte. Nach ca. 18 Minuten konnten wir ihn aber erlösen, und Karsten war dann erneut an der Reihe. Und wie erhofft und erwartet konnte er auch in diesem Stint überzeugen, und fuhr der Konkurrenz erneut um die sprichwörtlichen Ohren, so das wir zu unserem letzten Wechsel fast schon drei Runden Vorsprung hatten, uns und nur noch ein ganz dummer Kartdefekt von der Siegerstrasse abringen hätte können. Ralf musste eigentlich in den verbliebenen knappen 30 Minuten das Ding nur noch nach Hause schaukeln, was ihm natürlich ohne Probleme gelang. Das Team Kosmos war eigentlich auch nur noch durch äussere Einflüsse von ihrem (ewigen) zweiten Platz zu verdrängen. Allerdings war um Platz drei noch ein heisser Fight zwischen Ton+Grafik und European entbrannt, der sich auf die letzten 10 Minuten soweit zuspitzte, das die Spannung förmlich zu spüren war. Alles schien eigentlich zu Gunsten von Ton+Grafik zu laufen, aber dann die letzte Schikane vor Start/Ziel Bandentouche und European´s eiskalt daneben, und letztlich auf der Zeitschleife 1,5cm vorn. Au weia, das ist mehr als ärgerlich, aber das ist Kartsport, und was ihn ausmacht. Dem einem Freud´ dem anderen Leid, und Erfahrung sammeln ist meistens schmerzlich. Beim nächsten Mal dann...
das Endergebnis lautete:
Platz (Quali.)
Start-Nr:
Team
Runden
(/)km/h
Bestlap
Abstand
1 (2)
7
Sprinter
485
49.66
43:50
 
2 (3)
6
Kosmos
483
49.45
43:68
2 Runden
3 (1)
10
European
480
49.34
43:78
5 Runden
4 (4)
11
Ton+Grafik Studio
480
49.04
44:05
5 Runden
5 (5)
9
Outsiders
479
49.10
43:99
6 Runden
6 (6)
12
Airbus I
478
49.29
43:82
7 Runden
7 (8)
5
Freizeit Wittke Berlin
470
48.44
44:59
15 Runden
8 (9)
4
2 Spring 2 Furios
454
47.90
45:09
31 Runden
9 (10)
1
Autohaus Viets
453
47.85
45:14
32 Runden
10 (7)
2
Salzgitterflitzer
451
48.14
44:87
34 Runden
11 (3)
3
Schattenparker
443
48.30
44:72
42 Runden

 
Wie zu Beginn schon angemerkt, für uns das perfekteste Rennen, ohne Makel, alles richtig gemacht, und kaum noch zu verbessern. Nicht zuletzt auch Dank der geschlossenen Teamleistung und der strategischen Entscheidungen, insbesondere von Reiner und Sabine. Supervorstellung von Karsten, der aus der tollen fahrerischen Leistung der Piloten noch herausragte. Danke auch für die Unterstützung seitens Ulli´s und von Maiky.
Das Sprinter-Kartteam